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Einrichtungsplanung am Papier oder am PC?

TV Rack Luxor 2000

TV Rack Luxor 2000

Das ist eine Frage, die man sich manches Mal stellt, wenn man vorhat, die Einrichtung fürs eigene Projekt (Haus oder Wohnung) zu planen. Es gibt unzählige Programme am PC, als auch online, mit denen man planen könnte und die Softwarehersteller versprechen einem alles. Ein wichtige Entscheidung dabei ist es einfach, was man genau tun mag.

Das Planungswerkzeug, sei es nun ein Bleistift und ein Stück Papier, oder ein Comupterprogramm oder ein Online-Einrichtungsplaner bleibt einfach nur ein Werkzeug und man muss sich Fragen, wozu man selbst fähig ist. Beides zu bedienen bedarf es manchmal etwas Erfahrung, ein Stück dreidimensionale Vorstellungskraft und etwas mehr Gefühl für Raum und Farben. Das ist oft nicht einfach und selten schaut das Ergebnis so aus, wie man es sich vorgestellt hat. Es gibt Leute die beraten andere beruflich und können selbst kein Strich auf dem Papier bringen, oder haben nur wenig räumliches Verständnis, ja, ich kenne einige.

Wie geht man eine Planung am besten an?

Ihr wisst sicherlich, wenn Ihr mein Blog schon öfter gelesen habt, dass ich beruflich Büros plane, also Büroeinrichtung. Vorher war ich in der Gastronomie- und Hotellerieeinrichtung unterwegs, ebenfalls als Planer und auch im Außendienst. Man lernt dabei die sehr gut, wie man an Projekte ran geht, wie man sich organisiert und wie solche Umsetzungen Zustande kommen. Während der Durchschnittsbürger wohl nur ca. alle 6 Jahre mal mit Einrichtung zu tun hat und dann auch selten mit kompletten Einrichtungen, plane ich mehrere Büros die Woche. Restaurants und Hotels hatte ich auch mehrere im Jahr. Irgendwo bekommt man dann die Routine.

Natürlich ist es dann so, dass bei solchen Projekte irgendwann der PC zum Einsatz kommt. Solche Projekte haben dann detailierte Einrichtungspläne und diese macht man eben am Computer mit profesioneller CAD-Software. Aber bis es zu diesen Plänen kommt, wird schon mal öfter auf Papier gezeichnet, skizziert und geschrieben.

Wenn es ums Entwerfen geht, ist die Zeichnung am Papier viel dankbarer. Viele behaupten auch immer, dass Papier “geduldiger” ist. Die meisten entwerfen am Papier, überlegen sich in einem Grundriss (Draufsicht) die Einrichtung und machen die Detailarbeit dann am PC. Die Visualisierungen werden je nach Komplexität und vorhandener Datenbank mit Objekten, dann mit dem PC realisiert.

Einige verwenden in der Entwurfsphase vorgefertige Transparentpapiere, wo schon vorhandene Möbel mit passenden Möbelmaßen drauf sind. Es geht einfach darum, dass man immer als Erstes die Einteilung vornimmt. Dazu eignet sich ein PC nicht wirklich, da man dort meist schon sehr detailiert Möbel konfigurieren muss und das dauert zu lange. Also kann man ruhig behaupten, dass für die Entwurfsphase, für die Ideenfindung und für das erste Verplanen des Wohnraumes ein Blatt Papier und ein Bleistift reicht.

Viele tun sich da aber schwer, da sie nicht wissen, wie groß die einzelnen Möbel normal sind. Sie würde ja gerne zeichnen, aber sie kennen die Maße nicht. Sie wissen auch nicht, worauf man in etwa achten muss und einige verstehen nicht, wie man mit dem Maßstab umgehen soll.

Vorallem dafür würden sich vorgefertigte Möbel in passendem Maßstab zueinander anbieten. Damit kann man dann wie Bausteine hin und her schieben, wo man was möchte. Sowas, war auch der Hintergedanke zu meinem Einrichtungsplaner, den man online verwenden kann. Man ladet einen Grundriss hoch und schiebt dann Möbel nur an die richtige Stelle. Zur Ideenfindung sehr einfach gemacht und sicherlich mehr als ausreichend. Wenn man noch alles reinstellt, schaut das sogar alles sehr gut aus, da es ebenfalls handgezeichnet ist. Soll hier kein Selbstlob sein, aber es ist wirklich ein hilfreiches Werkzeug bei der Entwurfsplanung.

Nach den ersten Entwürfen

Nach den ersten Entwürfen kommt die detailiertere Ausarbeitung eines solchen Entwurfs. Man überlegt sich welche Farben, welche Materialien, wo das Licht hinkommt und eventuell auch wo welche Teppiche, Dekos und Vorhänge, etc. Das ist der zweite Schritt. Und hier kommt man auch schon zur benötigten Vorstellungskraft. Wenn man auf eine Handzeichnung auf Papier schauen kann und sich vorstellen kann, wie das am Ende aussieht, wäre das toll, aber das schaffen nicht viele.

Hier kann man für Farben und Materialienzusammenstellungen sogenannte Bemusterungen beim Einrichten anfertigen. Es sind sowas wie Kollagen. Es geht einfach darum, dass man alle Farben und Materialien, die man einsetzen will nebeneinander hinstellt. Das ist wichtig. Man steht eben nicht immer im Geschäft und kann sich genau an alle Farbtöne erinnern. Am besten ist es auch, wie in den verlinkten Artikel beschrieben, dass man das Zimmerweise macht.

Kunstdruck - abstrakt - Paisible

Kunstdruck - abstrakt - Paisible

Neben den gesagten Bemusterungen, wären Visualisierungen nicht schlecht. Das können 3D-Einrichtungsplaner erledigen, oder auch selber mit der Hand. Nur 3D-Handzeichnungen werden wohl nur sehr wenig Menschen machen können. 3D-Programme haben das Problem, dass diese oft sehr kompliziert sind, oder bei weitem nicht das anbieten, was man gerade braucht. Was bringts, wenn man zwar Sessel rein stellt, aber nicht diese, die man sich kauft, weil es diese nicht gibt im Programm? Oder wenn man Materialien zuweisen kann, aber diese nicht aussehen, wie in echt, oder nicht vorhanden sind, die man braucht?

Eine vernünftige Visualisierung ist schwierig zu machen für einen Laien und meistens eigentlich nicht machbar. Ich meine, dass man mit Entwurfsplanern, wie den von mir verlinkten und Bemusterungen man schon sehr nah am Endergebnis ist. Gute 3D-Ergebnisse sind vorallem mit Küchenplanungstools möglich. Da ist der Einsatz sicherlich vernünftig, aber bei der restlichen Einrichtung, ist eigentlich davon abzuraten. Ich kann nichtmal ein Tool empfehlen, dass man sich kaufen sollte, da es meiner Meinung nach einfach keine guten gibt, die es auch verdient hätten, dafür Geld auszugeben. Da kann man genau so gut einfach ein kostenloses Onlineplanungstool nutzen und 3D irgendwas versuchen zu planen. (Wenn das Tool auch alle nötigen Möbel und Funktionen hat.)

Fazit:

Planungen sind für die einfache Nutzung der Planung eines privaten Projektes, wie es eine Wohnung oder ein Wohnhaus ist, am besten am Anfang am Papier oder mit einem einfachen Grundrissplaner zu erledigen. Die Vorteile liegen darin, dass man nicht viel konfigurieren muss und schnell nach Maß alles einrichten kann. Der oben verlinkte Planer ist dabei eine gute Hilfe. Da dieser so wie eine Bleistiftzeichnung eben grau ist und farblos, benötigt man dann für die Detailarbeit und zur besseren Vorstellung eben mehr.

Dazu würde es sich am besten anbieten, dass man Bemusterungen anlegt. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich das wirklich jedem sehr ans Herz legen. Man erkennt dann wie die Farben und Materialien zu einander wirken und das ist echt sehr entscheidend. Wenn man mit Farben noch wenig Gefühl hat, würde sich auch dieser Artikel sehr gut eignen, ein paar Basics zu verstehen: Tipps und Tools zur Farbwahl – Wohnraumgestaltung .

Das eine gute Planung einem auch Geld spart, kann man auch hier nachlesen: Eine gute Planung beim Einrichten ist entscheidend . Man kann also beruhigt sagen, dass das Papier und der Bleistift noch lange nicht ausgestorben sind und ein gutes Hilfsmittel darstellen. Auch Computerprogramme sind gut, haben aber durch ihre begrenzten Möglichkeiten, bzw. durch die zu komplexen Möglichkeiten nur sehr spezielle Einsatzgebiete und diese sind meist bei Firmen angesiedelt. Leider ist es nicht leicht möglich ohne gute Programme bzw. gute Fähigkeiten gute und brauchbare Visualisierungen zu machen und somit bleibt der Einsatz des PC´s bei der Planung eben nur in manchen speziellen Fällen übrig.

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5 Kommentare zu “Einrichtungsplanung am Papier oder am PC?”
  1. Angeblich soll es ja ziemlich simpel sein mit Google Sketchup 3D Modelle zu erstellen (http://sketchup.google.com/intl/de/). Habe ich mich aber noch nie rangetraut… Einrichtungsplaner-Online.de kannte ich noch nicht, guter Tipp!

  2. @Filosofania:

    hi,
    danke für den Tipp. Ich habe vor Jahren mal was mit Sketchup herumprobiert. Richtig ernst genommen hatte ich das ja nicht bisher, ich werds mal wieder testen.

    Freut mich, dass dir der Einrichtungsplaner-online gefällt, hab mir ja auch Mühe gegeben bei dem 😉

    lG, Sergiu

  3. Für die Vermessung von Möbeln und Räumen habe ich ein Messprogramm geschrieben, das es erlaubt aus Fotos Koordinaten und Abstände zu bestimmen. Das Programm ist noch in der Entwicklung, funktioniert aber soweit, dass man damit experimentieren kann. Wer Interesse hat, ist unter http://www.xsigno.de eingeladen das Fotomessprogramm für die Innenraumplanung auszuprobieren.
    Viele Grüße,
    Roderick

  4. @Roderick: ich finde die Software wirklich sehr interessant. Ich werde mir das mal ansehen und auf jeden Fall auch später mal wieder vorbei schauen, wenn diese fertig ist.

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