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Natürliches und künstliches Licht im Raum – Teil 2

Trio Wetterstation mit Uhr

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Dieser Artikel folgt dem Artikel Natürliches und künstliches Licht im Raum – Teil 1 . Im ersten Teil wurde das Licht etwas allgemein angesprochen und was das dessen Aufgaben sind in einem Raum. Es wurde über das natürliche Licht gesprochen, quasi, das normale Tageslicht und dessen Eigenschaften näher beleuchtet.

Der zweite Teil dieser Reihe befasst sich damit, was das künstliche Licht auszeichnet und erklärt auch, warum mit unterschiedlichen Bedürfnissen unterschiedliche Lichtsituationen geschaffen werden müssen. Ich hoffe der Artikel bringt ein wenig Licht in diese Materie 😉

Was das künstliche Licht auszeichnet

Je nach Beleuchtungskörper(die Lampe) oder Lichtmittel (die Glühbirnge, quasi), strahlen diese warmes oder kaltes Licht aus und erzeugen somit auch eine warme oder kalte Atmosphäre.

Je nach Lampe, spricht man von punktuelle Beleuchtung(Spots, Einbaustrahler, Downlight),  flächiger Beleuchtung(Neonröhren, Flächenlampen) oder auch von kugelförmiger Beleuchtung(Glühbirnen,Lampen mit Lampenschirmen, Kugelleuchten, etc.). Dadurch erzeugen manche Lampen nur Licht auf einen begrenzten Bereich, quasi einen Lichtkegel, oder großflächig Licht auf einen Bereich, oder einfach in allen Richtungen Licht, wie von einer Kugel ausgehend.

Das künstliche Licht ist selten so umfangreich, wie das natürliche Licht, im Spektrum gesehen. Es ist dadruch relativ schwer, das natürlich Licht mit künstlichem Licht nachzuahmen. Das künstliche ist entweder, zu blau, oder zu gelb, sodass es selten dem natürlichen Licht genau nachempfunden ist.

Beim künstlichen Licht, ist je nach Leuchtkörper und Leuchmittel, die Möglichkeit gegeben, weiche oder harte Schatten zu erzeugen. Je punktueller ein Licht ist, desto scharfkantiger sind die Schatten. Dadurch wird besonders viel Akzent erzeugt. Je flächiger das Licht ist, desto weicher sind die Schatten, oder sogar ganz weg, denn dann kommt das Licht aus zuvielen Richtungen und kein Schatten wird erzeugt.

Man kann auch mit neuen Lichtmitteln, wie den LED-Strahlern in Verbindung mit Linsen, sogar die Kanten des Lichtkegels beeinflussen. So gibt es eben beim Lichkegel selbst, weiche und harte Kanten.

Künstliches Licht ist oft dimmbar und kann damit in der Intensität reguliert werden.

Wie kann man das nun einsetzen im Raum

Es kommt immer drauf an, was man erreichen will. Wenn man eine Büroarbeit macht, oder gar Zeichenarbeit am Papier, dann braucht man genug Licht. Aber eines, das keine Schatten erzeugt, da es sonst sehr ermüdend ist und man auch  durch die Schatten verwirrt wird. Deswegen gibt es in den meisten Büros großflächiges Licht in Form von Neonröhren, oder sogar nur indirektes Licht (Neonröhre bestrahlt eine Fläche, die das Licht nach unten reflektiert)

Will man z.B. einen Raum gemütlich wirken lassen, dann setzt man viel warmes Licht ein und setzt dabei auf genug Umgebungslicht mit ein paar Lichtquellen, die weiche Schatten werfen (z.B. Schirmlampen mit Stoffschirm). Man nimmt mehr Lampen, die Glühbirnen haben, anstatt solche mit Halogen, denn Halogen ist meist etwas kälter.  Man verwendet mehr indirektes Licht, d.h. Licht das nicht direkt anstrahlt, sondern reflektiert wird (von Wand, Decke, etc.), denn daruch verteilt es sich wieder gleichmäßiger und das bringt eine bessere Atmosphäre zu Stande. Gut wäre es, wenn das Grundlicht, dimmbar wäre, so kann man die Stimmung besser einstellen. Das Effektlicht (jedes Licht, das nicht zur Ausleuchtung des Raumes dient, sondern nur als Effekt da ist), sollte dann auch etwas sanfter sein und nicht zu stark ausgeprägt.

Foscarini MITE GIALLO

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Macht man einen Raum moderner und den Raum mehr als “Schauraum”, so kann man mit punktuellen Lichtquellen mehr arbeiten. Man setzt immer direkt über den Plätzen, die hervorgehoben werden sollen, Spots, oder Downlights ein. Das Grundlicht macht man etwas weniger und somit kommen die Akzente mehr zur Geltung. Man kann dann mittels Streiflicht (Licht das nicht direkt etwas anleuchtet, sondern es anstreift, parallel dazu beleuchtet) auch Wände und Säulen beleuchten. Von oben nach unten und auch umgekehrt. Somit kann man auch lange Wände in regelmäßigen Abständen unterteilen, oder gewisse bauliche Elemente besser betonen (eine Hauswand, eine Säule, einen Raumteiler, ein Logo, etc.).

All das kann man mit natürlichem Sonnenlicht allein nicht machen.  Das natürliche Sonnenlicht, bestrahlt alles gleich an, es setzt keine Akzente und vernachläßigt auch nichts, dennoch ist es sehr gut, nicht nur weil es gesund ist, sondern weil es für uns so harmonisch gleichmäßig ist. Viel natürliches Licht ist immer gut in einem Raum, aber wenn man etwasbetonen, präsentieren, oder mit Licht gestalten will, dann eignet es sich nicht dazu. Außerdem ist es am Abend weg und da muss man sich einen vernünftigen Ersatz dafür überlegt haben, wenn man eine ähnliche Wirkung erzielen will.

Ebenso wie man keine Effekte mit Sonnenlicht alleine erzielen kann, genau so kann man keinen Raum mit nur einer Leuchte besonders schön ausleuchten. Vorallem, wenn diese nur eine Glühbirne hat.

Ein paar Schlußworte

Dieser Artikel war etwas lang, doch ist er gut meiner Meinung nach, damit man beginnt sich Gedanken zu machen über diese Materie und zu verstehen, das Licht nicht gleich Licht ist. Jemand sagte mir mal, dass die schönste Einrichtung nichts bringt, wenn das Licht schlecht gewählt ist und dem stimme ich zu. Dieser Artikel diente auch als Einstieg in diese Materie und es werden noch weitere folgen, die sich auch etwas praktischer mit der Materie befassen und konkrete Tipps geben.

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4 Kommentare zu “Natürliches und künstliches Licht im Raum – Teil 2”
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