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Berufsethik in der Möbelbranche

Sessel in Leinenoptik - Farbe Kaffee

Sessel in Leinenoptik - Farbe Kaffee

Über Berufsethik zu sprechen ist nicht so leicht, darüber zu schreiben ebenfalls nicht. Man bewegt sich hier in Grauzonen und deffiniert nur schwer, was ethisch und moralisch richtig ist, bzw. falsch. Es ist in gewisser Sichtweise womöglich wie in jedem anderen Beruf, den man elernen kann und wo man mehrere Berufsjahre braucht, um ihn auszüben. In der Möbelbranche vorallem von der Produzentenseite her gesehen, gibt es viel zu wissen und dieses Wissen und die Möbelkultur entwickelte sich über Jahrhunderte hinweg. Es wurde Wissen und Techniken von Generation an Generation weiter gegeben und Berufe wie Tischler/Schreiner waren ehrbare Berufe.

Man schreinerte Möbel, die andere Zuhause brauchten, man stattete Menschen mit notwendigen Gegenständen aus. Anders als vielerorts heute kannte man die Nutzer der Möbel noch persönlich. Herr Mayer kam persönlich, um einen Auftrag abzugeben, für den Schrank in seinem Wohnzimmer. Man musste schon, um sein Gesicht zu wahren, vor Menschen, die einem kannten, gute Arbeit ablieferen. Kennt man heute solche Situationen überhaupt noch? Wissen Sie wer Ihre Küche gebaut hat? Continue reading »

Die Herstellung von Möbel und deren Entwicklung

Couchtisch von Giancarlo Vegni - Edelstahl

Couchtisch von Giancarlo Vegni - Edelstahl

In einer Zeit in der wir hauptsächlich vom Preis gelenkt werden, frage ich mich manchmal welche Qualität heute noch bezahlt wird und welche Rolle Qualität bei Möbel überhaupt noch spielt. Ich Frage mich ernsthaft ob man für Möbel überhaupt noch ein allgemeines Gefühl hat und ob man Qualität von schlechter Ware noch auseinander kennt? Dürfen Möbel überhaupt noch was kosten, oder zählt eigentlich nur mehr der Preis und wann, wo gerade eine Aktion läuft?

Ich arbeite derzeit als Büroeinrichter und plane und richte Büros ein, teils für den öffentlichen Dienst (die Stadt und dessen Ämter), teils für Firmen, wenn diese ihre Büros neu einrichten. Fast immer, wenn ich eine Planung vorbereite und man das Thema Preis anspricht, heißt es nur “so billig wie möglich” oder “es darf nichts kosten”. Zwar spricht keiner mehr von der Wirtschaftskrise, aber wenn es um Einrichtung geht, scheint es bei vielen eine sekundäre Sache zu sein. Wenn Gebäude geplant werden, steht eben Einrichtung und Möbel zuletzt auf der Budgetliste und so spürt man hier wenn vorher falsch kalkuliert wurde, bzw. wenn generell gespart wird.

Aber was ist mit den privaten Einrichtern, warum ist dieses Denken so verbreitet bei der normalen Bevölkerung, wenn es um Möbeln geht, mit denen man leben muss, auf denen man schlafen muss, worauf man sich entspannt und worin man sich wohl fühlt?

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