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Eignen sich Möbel aus dem Möbelhaus als Objekteinrichtungen?

Regalsystem Wenge - Schiebetüre

Regalsystem Wenge - Schiebetüre

In meiner beruflichen Laufbahn habe ich immer wieder Leute gesehen, die meinten, dass sie ihr Lokal oder ihre Gästezimmer mit Möbel aus dem Möbelhaus einrichten könnten. Die Frage stellt sich nur, ob man mit solchen Möbeln das überhaupt darf, bzw. ob diese den Anforderungen entsprechen. Im deutschsprachigen Raum gibt es Normen und Richtlinien die gewisse Mindestanforderungen an die Möbel und deren Oberflächen und Stoffen stellen.

Gesetzliche Bestimmungen

Das Gesetz kümmert sich haupstächlich um die Sicherheit der im Raum befindlichen Personen. D.h. es kümmert sich darum, dass Unfälle vermieden werden, durch den richtigen Einsatz von geeigneten Materialien und dass im Falle eines Brandes, den Personen noch genug Zeit gegeben wird das Gebäude zu verlassen.

Zum Beispiel müssen die verwendeten Möbelstoffe brandhemmend sein und wenig Rauch erzeugen. Manche Materialien dürfen nicht tropfen im Falle, dass sie abbrennen. B1 Q1 ist die Bezeichnung, die auf solche Stoffe drauf stehen muss. Die meisten Stoffe, die in Möbelhäusern angeboten werden,  sind für den Privatgebrauch vorgesehen. Zwar bieten die Hersteller, die Möbelstoffe, Teppiche, Vorhänge etc. meistens 2 Schienen von Stoffe, für Objekt- und Privatbereich an, aber im Möbelhaus hängen nicht immer beide Kollektionen.

Hölzer haben eher als mitverwendetes Material dann auch eigene Brandbestimmungen. Der Rest ist dann eher baulich und sollte eigentlich schon beim Bau berücksichtigt worden sein.

Neben den Brandbestimmungen, müssen Möbel oft uach gewisse Oberflächebeschaffenheiten aufweisen. Im Objektbereich gibt der Gesetzgeber oft vor, welche Rauheit eine Oberfläche haben muss, damit man darauf nicht ausrutscht.  Die Rutschfestigkeit ist dann in Klassen unterteilt und kommt je auf  den Einsatzgebiet an, welche Stufe diese erreichen muss. R12 z.B.

Aus wirtschaftlicher Sicht

Neben den gesetzlichen Bestimmungen, die man einhalten muss, im Objektbereich, da man sonst Bußgelder zahlen muss, keine Genehmigung bekommt, oder man zur Änderung gezwungen wird gibt es aus wirtschaftlicher Sicht noch Aspekte, die bedachte werden sollten. Möbel aus dem privaten Bereich sind meistens so gebaut, dass diese den erhöhten Ansprüchen im Objektbereich nicht genügen.

Essgruppe in Kernnuss und schwarz

Essgruppe in Kernnuss und schwarz

Polstermöbel findet man von namhaften Herstellern, sowohl in den Möbelhäusern als auch in Hotels oft oder in anderen Einrichtungen. Diese werden einfach für den Objektbereich mit den B1 Q1 Stoffen bespannt und schon sind diese tauglich.

Bei den Holzmöbeln (Tische, Schränke, Kommoden, Anrichten, Vitrinen, etc.) sollten die Kanten und Oberflächen, sowie das Grundmaterial im Objektbereich anders hergestellt, als viele de Möbel aus dem Möbelhaus. Für den Objektbereich existieren spezielle Objekteinrichter, die beim Tischler die Möbel machen lassen oder selber eine Produktionsstätte haben.

Dabei geht es nicht nur darum, dass diese die Möbel qualitativ hochwertiger herstellen, sondern, dass diese auch Maßmöbel herstellen können und auch immer in der Lage sind, Ersatzteile zu liefern und Service zu leisten.

Aus wirtschaftlicher Sicht, müssen Möbel für Gaststätten, Hotellerie und auch Objekteinrichtungen, schon in der Regel 10 Jahre halten. Wenn man nun an die eigenen Möbel Zuhase denkt, die aus dem Möbelhaus kommen, merkt man denen die Abnutzung schon nach 5 Jahren gut an. Dabei geht man mit den eigenen Möbel auch sorgsam um und hat nicht täglich lauter Fremde, die diese benutzen.

Fazit:

Für den Objektbereich sind Polstermöbel aus dem Möbelhaus selten geeignet, weil diese die notwendigen Brandbestimmungen nicht erfüllen. Im Möbelhaus findet man eher wenig objekttaugliche Stoffe und die Qualität der Möbel entspricht aus wirtschaftlicher Sicht  nicht. Die Abnutzung im Objektbereich ist zu hoch, als die Möbel, die im Möbelhaus angeboten werden, derer widerstehen konnten. Ebenso ist im Punkto Service und auch Nachbestellung bei einem Möbelhaus nur wenig Flexibilität gegeben, weil nur ein begrenztes Angebot herrscht und nicht nach Wunsch hergestellt wird.

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